Häufig gestellte Fragen zum Thema freie Trauung

Auf dieser Seite habe ich einige Fragen gesammelt, die mir immer wieder gestellt werden. Vielleicht hilft es auch Euch bereits vorab, die ein oder andere Unklarheit aus dem Weg zu räumen.

1. Was ist eine freie Trauung/Rede?

Bei einer freien Trauung unterschreibt Ihr weder etwas (wie auf dem Standesamt), noch werdet Ihr „vor Gott“ zu Mann und Frau erklärt (wie in der Kirche).

 

Ganz einfach ausgedrückt: Viele Paare haben heute mit der Kirche schlichtweg nichts am Hut. Eine kirchliche Trauung kommt daher für sie nicht infrage. Andere dürfen nicht mehr kirchlich heiraten. Festlich und besonders sollte die Hochzeit aber dennoch sein, was eine standesamtliche Trauung in der Regel nicht ist. Hier bietet sich eine freie Rede an.

 

„Frei“ ist die Rede in vielerlei Hinsicht:

  • frei von religiösen und konfessionellen Einschränkungen
  • frei in der Art der Gestaltung (Wer wo sitzt und ob Ihr als Paar lieber Eure Hochzeitsgäste während der Zeremonie anschaut etc., welche Musik gespielt wird, ist alles nur eine Abstimmungssache.) Gestaltet die Zeremonie nach Euren Vorstellungen.
  • Ich rede frei. Selbstverständlich habe ich meine Notizen dabei, aber ich finde, es gibt kaum etwas Nervigeres als einen Redner, der stumpfsinnig von seinem Blatt abliest – was man leider viel zu häufig beobachten kann.

    Eine Rede ist für mich eine Art Dialog, deshalb möchte ich Euch und Euren Gäste die meiste Zeit anschauen und mich nicht hinter meinem Blatt verstecken.

2. Wie viele Trauungen machst du im Jahr?

In der Regel sind es nicht mehr als sechs bis acht Trauungen pro Saison.

Das hat vor allem damit zu tun, dass ich mich voll und ganz auf Euch konzentrieren möchte. Wer zu viele Paare „abfertigt“, kann das schlichtweg nicht mit derselben Hingabe tun.

Und natürlich erfordert die Art des freien Sprechens (s. 1.) ein wenig mehr Vorbereitung, als wenn ich Eure Rede einfach vom Blatt ablesen würde. Diese Zeit gönne ich mir und Euch und deshalb mache ich auch nur so verhältnismäßig wenige Hochzeiten im Jahr.

 

3. Ist mein Wunschtermin noch frei?

Um das herauszufinden, schreibe mir doch einfach schnell.


4. Bist du freier Theologe?

Nein. Ich bin kein freier Theologe – lediglich freier Redner.

Das heißt, ich habe weder das Bedürfnis noch die Befugnis eine Zeremonie mit religiösem Hintergrund durchzuführen. Dafür gibt es kirchliche Profis, denen ich das gerne überlasse.

5. Ist eine freie Trauung „gegen“ die Kirche?

In keinster Weise. Gerade Angehörige befürchten mitunter, dass eine freie Trauung in irgendeiner Art und Weise anti-religiös sei. Ich sage dann immer: „Eine freie Trauung ist genauso wenig gegen Religion wie sie gegen Fußball und Schlafzimmermöbel ist. Sie hat einfach nur nichts damit zu tun.“ Auch bei einer nicht-religiösen Rede darf man sicher sein, dass zwar eine lockere, aber dennoch angemessene, festliche Stimmung vorherrscht und vor allem dass die Rede so ist, wie das Paar sie sich wünscht. Und das ist das Wichtigste.

 

6. Können wir dich vorab persönlich kennenlernen?

Unbedingt. Mir ist bewusst, dass eine Menge Vertrauen dazu gehört, jemand Fremdes einen doch entscheidenden Teil zum Gelingen der eigenen Hochzeit beitragen zu lassen. Insofern sollten wir vorab schauen, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Das Kennenlernen ist immer unverbindlich und kostenlos.

Im Übrigen mache auch ich mir gerne von Euch ein Bild. Denn auch ich halte nur dann eine Rede, wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe. Ist doch klar.

 

7. Haben wir Einfluss auf den Inhalt der Rede?

Ja. In einem intensiven Gespräch klären wir anhand eines erarbeiteten Fragebogens Eure Geschichte. Diese wird zentraler Bestandteil der Rede sein. Somit habt Ihr indirekt sehr großen Anteil am Inhalt.

 

8. Können wir unsere Rede vor der Hochzeit lesen?

Nein.

Zum einen habe ich kein festes Fertigstellungsdatum für Reden und erlaube mir auch noch kurz vor der Trauung letzte Änderungen durchzuführen. Das würde also mitunter zeitlich schwierig.

 

Zum anderen lautet die Frage: „Warum?“ Wenn Ihr die Rede vorab kennt, nimmt Euch das selbst ja ein wenig die Überraschung am Hochzeitstag.

 

9. Können wir Referenzreden lesen?

Nein. Auch das hat mehrere triftige Gründe.

  • Ich würde niemals etwas so Persönliches wie Eure Hochzeitsrede einem anderen Paar zu lesen geben. Das hat niemanden außer Euch und Eure Gäste etwas anzugehen.
  • Reden leben davon, dass sie von einem geübten Redner, nun ja, gesprochen werden – nicht gelesen. Das macht einen riesigen Unterschied in der Wirkung aus.
  • Darüber hinaus hätte eine Rede, die ich für Martha & Stefan geschrieben habe, sicherlich für Marina & Jan oder Daniel & Thomas nicht dieselbe Bedeutung. (Es geht ja um DEREN persönliche Geschichte.) Das Lesen einer fremden Rede würde somit in keinster Weise dazu beitragen, dass man besser einschätzen könnte, ob ich der „richtige“ freie Redner für sie wäre.

 

10. Wie läuft eine Rede ab?

Einen strikten Plan gibt es nicht.

 

Wobei sich natürlich der klassische Ablauf „Einzug der Braut – Rede – Ringtausch/Ja-Wort – Auszug“ etabliert hat. Durch welche Punkte dieser Ablauf ergänzt oder abgeändert wird, klären wir beim persönlichen Gespräch. Gerade wenn es zahlreiche musikalische Beiträge gibt, sollte der Ablauf angepasst werden.

 

11. Wie lange ist die Rede?

Das hängt von der Gestaltung der Zeremonie ab, die wir vorab besprechen. In der Regel beträgt die reine Redezeit nicht mehr als 25 Minuten.

 

Mit Musik und weiteren Programmpunkten sollte die Zeremonie nicht länger als 45 Minuten dauern.

 

Denn sind wir ehrlich: Egal, wie gut die Rede ist, egal, wie sich die Gäste an jenem Tag für Euch freuen: Nach spätestens ’ner dreiviertel Stunde möchte man gerne aufstehen und das Paar feiern. (Oder ein Häppchen essen oder anstoßen, Ihr versteht …) Länger hält auch schlichtweg die Aufmerksamkeit nicht. Meine Erfahrung als Hochzeitsgast zeigte mir: Zu lange Reden sind ein Stimmungskiller.

 

12. Können wir eigene Ehegelübde schreiben/vortragen?

Ich bitte darum. Wenn Paare den Entschluss fassen, selbst Worte zu finden und vorzutragen, ist das wunderschön. Denn niemand kann die Gefühle, die Ihr füreinander hegt, besser in Worte fassen als Ihr selbst.

Allerdings ist das kein Muss. Natürlich kann auch ich für Euch eine Gelübde sprechen, das Ihr Euch vorab aussucht oder das ich passend auswähle.

 

13. Wann bist du am Tag der Trauung vor Ort?

Ich bin – wenn nicht anders vereinbart – ca. 45 Minuten vor Beginn vor Ort. Dann richte ich mich körperlich und mental schon einmal ein und es kann pünktlich losgehen.

 

14. Darf die Trauung fotografiert/gefilmt werden?

Sehr gerne dürfen Fotos und Videos der Zeremonie gemacht werden. Das stört mich in keinster Weise.

Lediglich darf das Videomaterial der Rede nicht ohne Rücksprache veröffentlicht werden. Aber dafür kann man ja miteinander sprechen, nicht wahr.